Der vierte Freiburg-Krimi

 

Der Kapuzenmann

 

 

238 Seiten, Taschenbuch, 2005, Piper Verlag, EUR 8,95
ISBN 978-3-492-25432-8



Ein unheimlicher Mann mit einer Kapuzenjacke erregt die Aufmerksamkeit des Freiburger Professors Alexander Kilian: Vor dem Haus seiner Lebensgefährtin taucht der seltsame Alte auf und ist ebenso schnell verschwunden, wie er gekommen ist. Kilian macht sich Sorgen: Schließlich ist vor kurzem das Kind eines Kollegen entführt worden. Als Kilian mit seiner kleinen Tochter Corinna einen Ausflug in einen Wildpark bei Freiburg macht, ist auch sie plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

"Der Kapuzenmann" schließt sich chronologisch an die Romane „Der Mäusemörder“, "Die Tote vom Turm“ und „Die Farbe des Todes ist Schwarz“an.

 

"Langsam ging Alexander auf den Wald zu. Wieder überfiel ihn dieses Gefühl, außerhalb jeder Realität zu handeln als willenlose Marionette, deren Fäden unbekannte Kräfte führten, in einem Zwang, gegen den er machtlos war. Irgendetwas handelte in ihm, nicht er selbst, jedenfalls nicht sein Verstand, eine tiefere Ebene hatte sich in Szene gesetzt und das Kommando übernommen, triebhaft, und er wusste, dass sein Handeln falsch war. Er war verrückt geworden, er wusste es, aber er konnte nichts dagegen tun.

Im Wald, noch außer Sichtweite des Hauses, gelang es ihm über die Mauer zu steigen. Dichtes Unterholz verbarg ihn, bis er wenige Meter von der Rückseite des Hauses entfernt stehen blieb.

 Er lauschte. Absolute Stille. Todesstille. Kein Vogel sang, keine Insekten schwirrten."